Weltfriedenstagsgottesdienst 2018
Der Gottesdienst der katholischen Verbände Kölns zum 50. Jubiläum des Weltfriedenstags am 22.01.2018 begann vor der Minoritenkirche mit einem Schweigekreis rund um die Chorweiler Friedensglocke, die durch den Gottesdienst leitete.
Der A Cappella Chor Bonn gestaltete den Gottesdienst musikalisch, zusammen mit Organistin Frau Schwenk, Liedrufe und auch eine Lichterprozession trugen zu einer besinnlichen Atmosphäre bei.
Stadtjugendseelsorger Matthäus Hilus verlas ein Grußwort von Kardinal Woelki, Pfarrer Ralf Neukirchen aus Chorweiler setzte weitere nachdenklich stimmende Akzente zum Thema in seiner Predigt.
Nach der Kommunion wurde szenisch auf 20 Handlungsschwerpunkte eingegangen. Die vatikanische Abteilung für Migranten und Flüchtlinge, welche Papst Franziskus persönlich untersteht, hat diese herausgegeben als Beitrag der katholischen Kirche zum Entwicklungsprozess der Global Compacts der UN. Es werden darin vier Bereiche benannt:
1. Aufnehmen: Ausweitung sicherer und legaler Wege für Migranten und Flüchtlinge:
keine Verwendung von Listen von als sicher geltenden Staaten, sondern Einzelfallprüfung
verstärkte Erteilung von Visa aus humanitären Gründen und von Visa zur Zusammenführung aller Mitglieder der Familie (einschließlich Großeltern, Geschwister und Enkelkinder)
2. Schützen: Verteidigung der Rechte und der Würde von Migranten und Flüchtlingen:
Gewährleistung der Grundversorgung, Schutz vor Ausbeutung, Zwangsarbeit und Menschenhandel; Zugang zur Justiz
3. Fördern: Unterstützung der ganzheitlichen Entwicklung von Migranten und Flüchtlingen:
Zugang zu Sprachunterricht, Zugang zu Ausbildungs- und Praktikantenprogrammen wie für die Staatsbürger des jeweiligen Landes
4. Integrieren:
zeitnaher Zugang zur Staatsbürgerschaft und Regularisierung des Status von irregulär im Land lebenden Migranten
Öffentliche Kampagnen, die positive Beispiele von Integration in die lokalen Gemeinschaften bekannt machen.
Die päpstliche Behörde gibt hier Orientierungslinien, die die unantastbare Würde eines jeden Menschen zum Ausgangspunkt aller Überlegungen machen.
Ein jeder möge diese abgleichen mit den zur Zeit stattfindenden politischen Diskussionen.