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Hungerstreik für Familiennachzug_RSA_Salinia-Stroux.jpgRSA Salinia-Stroux

pax christi

menschen machen frieden - mach mit.

Unser Name ist Programm: der Friede Christi. 

pax christi ist eine ökumenische Friedensbewegung in der katholischen Kirche. Sie verbindet Gebet und Aktion und arbeitet in der Tradition der Friedenslehre des II. Vatikanischen Konzils. 

Der pax christi Deutsche Sektion e.V. ist Mitglied des weltweiten Friedensnetzes Pax Christi International.

Entstanden ist die pax christi-Bewegung am Ende des II. Weltkrieges, als französische Christinnen und Christen ihren deutschen Schwestern und Brüdern zur Versöhnung die Hand reichten. 

» Alle Informationen zur Deutschen Sektion von pax christi

Familiennachzug aus Krisengebieten von Flüchtlingen ermöglichen

28. Jan 2018

Wir fordern die Beendigung der Aussetzung des Familiennachzugs für subsidiär geschützte Flüchtlinge aus Kriegs- und Krisengebieten.

In einer Petition fordert die pax christi-Gruppe Bonn die Aufnahme von mind. 5.000 Personen pro Monat:

Als Ergebnis der Gesetzesverschärfungen durch das Asylgesetz II wurde der Familiennachzug für subsidiär geschützte Flüchtlinge für zwei Jahre vollständig ausgesetzt. Die Aussetzung des Familiennachzugs wurde inzwischen bis Ende Juli 2018 verlängert.
Subsidiär geschützte Flüchtlinge sind Menschen, bei denen festgestellt wurde, dass ihnen in ihrer Heimat ernsthafter Schaden droht: Todesstrafe, Folter oder Krieg. Diese Menschen sollen dauerhaft von ihren Familien getrennt werden.
Wir hingegen stellen fest:
• Die Flüchtlinge mit subsidiärem Schutz, die auf einen Nachzug ihrer Ehepartner und minderjährigen Kinder hoffen, sind bereits in Deutschland. Die Situation in den Herkunftsländern Syrien, Irak, Afghanistan und Eritrea lässt erwarten, dass sie länger bleiben werden. Deshalb müssen wir sie integrieren.

• Eine wesentliche Voraussetzung für die Integration ist, dass die Flüchtlinge den Kopf frei haben für das Lernen von Deutsch, die Suche nach einer Wohnung, einem Ausbildungsplatz, einer Arbeit. Dies ist aber nicht der Fall, wenn ihre vorrangige Sorge dem Nachzug ihrer engsten Angehörigen gilt: Die fehlende Familie behindert die Integration ganz erheblich.

• Die Forschungseinrichtung der Bundesagentur für Arbeit IAB schätzt die Zahl der nachzuholenden Familienangehörigen auf 60.000. Die aktuell diskutierte Quote von 1.000 Personen im Monat bedeutet eine weitere Trennung für bis zu fünf Jahre. Alle in einem Jahr nachziehen zu lassen, überfordert hingegen niemanden.

• Der Schutz der Familie ist zu Recht ein im internationalen und im deutschen Recht fest verankertes Grund- und Menschenrecht, das nicht dauerhaft verweigert werden darf.

• Die Aufnahme von Flüchtlingen ist ein uralter christlich-jüdischer Wert.
Auch Papst Franziskus hat in seiner Botschaft zum Weltfriedenstag 2018 dazu aufgerufen, Menschen aufzunehmen, zu schützen, zu fördern und zu integrieren, die ihr Zuhause verlassen mussten und auf der Suche sind nach einem Ort, wo sie in Frieden leben können.

 

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